„Notfall – das ist etwas, das anderen Leuten in deren Leben zustößt.“

Diese verbreitete Einstellung ist menschlich nur allzu verständlich – unser Alltagsverstand wehrt sich gegen den Gedanken, ein echter Notfall könnte über unser Leben hereinbrechen, alles durcheinanderwirbeln und uns selbst oder gar nahestehende Personen betreffen. „Was würde ich tun? Wie könnte ich helfen? Würde ich mich an etwas erinnern, das man mir vor Urzeiten mal in irgendeinem Kurs erzählt hat? Am besten, ich stelle mir so etwas Schreckliches gar nicht erst vor!“

Umso wertvoller war es, dass sich 19 Angehörige des Ratsgymnasiums – Lehrkräfte wie Schülerinnen – mit Hilfe der Björn-Steiger-Stiftung für den möglichen Notfall ausbilden ließen. Mit Hilfe eines professionellen Trainers und acht Reanimationspuppen, die die Björn-Steiger-Stiftung dem RGS zur Verfügung gestellt hat, wurde einen Vormittag lang die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) sowie der Umgang mit einem automatischen Defibrillator trainiert.

Und dabei soll es nicht bleiben: Im Laufe des Schuljahres soll eine feste Struktur aufgebaut werden, um allen Klassen des Ratsgymnasiums ein HLW-Training zu ermöglichen.

Denn das pädagogische Ziel ist klar: Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums sollen sich selbst einmal sagen können: „Notfall – das ist etwas, das ich selbst hoffentlich nie erleben werde. Aber wenn doch – bin ich bereit!“