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4.4 Konzepte

Schon seit vielen Jahren werden die individuellen Stärken unserer Schülerinnen und Schüler durch einen qualifizierten, auf Differenzierung und Selbstständigkeit angelegten Unterricht und vor allem durch erweiterte Lernmöglichkeiten im Bereich der Arbeitsgemeinschaften und der Wahlpflichtkurse gefördert. Auch durch das Kompetenzcurriculum „Lernen lernen“ zur Schulung methodischer Fähigkeiten sowie durch die Teilnahme an außerschulischen Projekten und Wettbewerben erfahren unsere Schülerinnen und Schüler auf vielfältigen Gebieten individuelle Förderung.

Um Kinder mit individuellen punktuellen Schwächen beim Lernen zu unterstützen, bietet unsere Schule jahrgangsspezifischen, klassenübergreifenden Förderunterricht für die Jahrgänge 5 bis 7 sowie 11 an. Das Ganztagskonzept, unser Lehrerfortbildungskonzept und die Maßnahmen im präventiven Bereich dienen letztlich ebenfalls der umfassenden individuellen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler.

4.4.1 Förder- und Forderkonzept: „Stärken stärken - Schwächen schwächen“

Die 5. und 6. Klassen werden von Klassenlehrerteams sowie von Patinnen und Paten des 10. und 11. Jahrgangs begleitet. In der Anfangsphase liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten darauf, spezifische Aktionen zum Kennenlernen und zur Integration durchzuführen. Sie werden von verschiedenen Maßnahmen zur Entwicklung von Sozialkompetenz (Lions Quest – Erwachsen werden) begleitet. Zu Beginn des 5. Schuljahres werden außerdem Diagnoseverfahren zur Ermittlung des Lernstandes in Deutsch und Mathematik durchgeführt, um den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule gleitend zu gestalten.

Alle Schülerinnen und Schüler werden in allen Fächern gleichermaßen in ihren fachlichen Leistungen beobachtet und beurteilt, wie auch hinsichtlich ihres Arbeitsverhaltens (Motivation / Produktivität / Vollständigkeit von Materialien und Leistungen) und ihres Sozialverhaltens im Unterricht und außerhalb. Diese Beobachtungen werden zwei Mal pro Schuljahr dokumentiert und bilden die Grundlage für eine systematische Begleitung des persönlichen Lern- und Entwicklungsfortschritts und für individuelle Elterngespräche und -beratung, z. B. an den Elternsprechtagen im November und Februar. Alle sich daraus ergebenden Unterstützungsmaßnahmen finden in Absprache mit den Erziehungsberechtigten statt.

In den Fächern Deutsch und Mathematik startet für den 5. Jahrgang ein begleitender Förderunterricht nach den Herbstferien, in Englisch ab dem zweiten Halbjahr. In den Jahrgängen 6 und 7 wird Förderunterricht ab Mitte des ersten Halbjahres in Mathematik, Deutsch, Englisch und der zweiten Fremdsprache erteilt. Bei Bedarf richten wir auch für Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase im Jahrgang 11 Förderangebote ein. Förderunterricht findet immer in Kleingruppen statt und ist Bestandteil des nachmittäglichen Ganztagsangebots. Für die Förderkurse sprechen die Fachlehrkräfte entsprechende Empfehlungen aus und die Erziehungsberechtigten entscheiden, ob sie das Förderangebot für ihr Kind annehmen möchten.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 10, die noch nicht lange genug in Deutschland leben, um die deutsche Sprache ausreichend zu beherrschen, erhalten Sprachförder-unterricht.

Für besonders begabte Kinder und Jugendliche bieten sich durch die Zusammenarbeit im Kooperationsverbund zur Förderung besonderer Begabungen Schaumburg II (KOV) Entfaltungsmöglichkeiten.

Hier arbeiten wir mit folgenden Bildungseinrichtungen zusammen:

Kindergarten Herminenstift in Stadthagen,

Kindertagesstätte Waldwichtel der Samtgemeinde Nienstädt,

alle Grundschulen in Stadthagen und die Grundschule Nienstädt,

IGS Schaumburg, Wilhelm-Busch-Gymnasium Stadthagen.

Ziel des KOV ist die Förderung individueller Neigungen und Begabungen vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule. Neben Projekten, die jahrgangs- und einrichtungsübergreifend alle zwei Jahre durchgeführt werden, bieten die drei weiterführenden Schulen den Viertklässlern der beteiligten Grundschulen eine Neigungsarbeitsgemeinschaft für jeweils ein halbes Schuljahr an, um Interessen zu entdecken und auszuschärfen.

Interessierten Grundschülerinnen und Grundschülern bietet das RGS den Kurs: „Das Wunder unseres Lebens - vom Urknall bis zu meiner Geburt“ an. In den Jahrgängen 5 bis 7 werden besonders interessierten Schülerinnen und Schülern unserer Schule in den Arbeitsgemeinschaften „Warum-Uni“ und „Junge Forscher“ Lernangebote im naturwissenschaftlich-philosophischen Bereich unterbreitet.

 

Jedes Kind wird gemäß unserem Motto „Gemeinsam Persönlichkeit entwickeln“ als Individuum mit seinen persönlichen Stärken und Schwächen wahrgenommen und gefördert. Dies gilt selbstverständlich auch für inklusiv zu beschulende Schülerinnen und Schüler, wobei bei Bedarf auch eng mit außerschulischen Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen zusammengearbeitet wird.

 

4.4.2 Ganztagskonzept

Das Ratsgymnasium ist eine offene Ganztagsschule, das heißt, dass für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 bis 7 der Regelunterricht am Vormittag bis 13.15 Uhr stattfindet. Ab der 8. Klasse wählen die Schülerinnen und Schüler Wahlpflichtkurse, sodass meistens an einem Nachmittag auch Regelunterricht in der 7. und 8. Stunde stattfindet. Alle nicht verpflichtenden Unterrichts-Angebote finden am Nachmittag statt und sind frei wählbar. Wer möchte, hat die Möglichkeit an jedem Wochentag ein Nachmittagsangebot wahrzunehmen. Selbstverständlich können Schülerinnen und Schüler auch ganz darauf verzichten, eine der Nachmittagsveranstaltungen zu belegen.

In jedem Halbjahr können sich die Schülerinnen und Schüler neu für die unterschiedlichen sehr breit gefächerten Angebote, die teilweise in Kooperation mit außerschulischen Partnern gestaltet werden, anmelden. Es besteht z.B. die Möglichkeit, verschiedene Sportangebote für Mädchen und Jungen, Fremdsprachen-AGs, künstlerische AGs und aus einem großen Spektrum an musikalischen Aktivitäten auszuwählen.

Durch den/die jeweilige/n Bundesfreiwilligendienstleistende/n wird des Weiteren ein regelmäßiges Betreuungsangebot für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 von 13.55 Uhr bis 17.00 Uhr an drei Wochentagen unter dem Motto „Hausaufgaben, Spielen & Co“ angeboten. Diese Betreuung kann regelmäßig, aber auch kurzfristig bei einem unvorhergesehenen Betreuungsengpass in Anspruch genommen werden.

 

4.4.3 Methoden- und Medienkonzept

Methodenkonzept: Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten genießen Priorität im lernenden Umgang miteinander. Methodische Fertigkeiten werden am RGS nach einem festgeschriebenen Methodencurriculum „Lernen lernen“ für die Jahrgänge 5 bis 8 zunächst überfachlich, später als Teil des Fachunterrichts geschult.

Die Durchführung von Trainingstagen in den Jahrgängen 5 bis 8 entlastet den Fachunterricht und macht den Stellenwert des Kompetenzerwerbs für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern deutlich.

Medienkonzept: Das RGS arbeitet ständig an der Aktualisierung des schuleigenen Medienkonzepts, das sich an der Umsetzung des niedersächsischen Orientierungsrahmens zur Medienbildung orientiert. Die Schule verfügt über eine zeitgemäße Ausstattung aller Unterrichtsräume mit modernen digitalen Präsentationsgeräten und mit der Kommunikationsplattform MNSpro, die digitales und kooperatives Arbeiten ermöglicht. Allen Schülerinnen und Schülern sowie allen Kolleginnen und Kollegen steht zudem die Nutzung von Office 365 mit den verschiedenen digitalen Werkzeugen zur Verfügung. Ab Jahrgang 7 und 11 aufsteigend kommen elternfinanzierte iPads als zusätzliches verpflichtendes Lernmittel im Unterricht aller Fächer zum Einsatz. Dies bedarf einer fortwährenden Anpassung schuleigener Lehrpläne und fächerübergreifender Absprachen durch die Fachkonferenzen. Ein Patensystem zwischen dem 8. und 7. Jahrgang und iPad-Trainingsstunden sind ebenso Teil des Medienkonzepts, für dessen Aktualisierung neben dem Administratorenteam die Mitglieder des Digitalisierungsleitungsteams verantwortlich sind.

 

4.4.4 Präventionskonzept

Ziel präventiver Arbeit ist es, Schülerinnen und Schüler in einem selbstbestimmten und geschützten Raum im selbstbewussten Umgang mit den Themen Sicherheit, Gesundheit, Mediennutzung und Umwelt zu schulen und ihnen in einem klar strukturierten und unterstützenden Rahmen Instrumente eines effektiven und aktuellen Konfliktmanagements zur Verfügung zu stellen. Der RGS-Präventionsrat ist das koordinierende Organ für alle Maßnahmen im Bereich Prävention und Intervention. Er repräsentiert verlässlich alle im Präventionsbereich relevanten Ebenen, wirkt als steuerndes und koordinierendes Gremium und hält Kontakt zu anderen regionalen und überregionalen Präventionsgremien. Im Präventionsrat der Schule arbeiten Lehrkräfte, die Schulleitung, nichtpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule sowie Eltern- und Schülervertreterinnen und -vertreter in folgenden Bereichen zusammen:

Konfliktmanagement und Beratung: Von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft sind Wachsamkeit, Empathie und Kommunikationsbereitschaft gefordert, um bei individuellen Problemlagen oder/und gruppendynamischen Konstellationen angemessen professionell und geschult erfolgreich interagieren zu können. Im Sinne des Gemeinschaftsgedankens begegnen sich die Mitglieder der Schulgemeinschaft rücksichtsvoll und helfen sich gegenseitig bei Bedarf. Unsere Beratungslehrerin und der Beratungslehrer, die Mitglieder des Mobbing-Interventions-Teams (MIT) und des Konflikt-Interventions-Teams (KIT) stehen sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Eltern und Lehrkräften beratend zur Seite.

Sicherheit: Sicherheit, Verlässlichkeit und „Wohlfühlen“ im weitesten Sinne sind die Grundlagen für zufriedenstellendes und erfolgreiches Wirken in der Schule. Zu diesem Bereich gehören, Sicherheitstechnik, Brandschutz und Vorbereitung auf Notfalllagen sowie Sicherheit am Arbeitsplatz.

Gesundheit und Sport: Nach dem Prinzip der Fürsorge kümmert sich die Schulgemeinschaft um jedes einzelne Mitglied. Konzeptionelle Gesundheitserziehung und Suchtprävention für alle Jahrgänge sind mit altersgemäßen Schwerpunkten und mit Unterstützung außerschulischer Kooperationspartner mit Programmen wie z. B. „Klarsicht-Parcours, „Tom & Lisa“, „Stark statt breit“, deutlich im Schulleben verankert. Zudem stellen die schulinterne Ausbildung zum Schulsanitätsdienst in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und die daran anschließende Praxis einen festen Bestandteil im präventiven Bereich der Schule dar.

Soziale Erziehung: Die Schaffung und der Ausbau eines geschützten Umfelds in der Schule werden durch ein umfassendes Sozialtrainingsprogramm unterstützt. Soziales Bewusstsein und Verhalten müssen jedoch immer wieder geschult werden. Zum Erreichen eines erfolgreichen Miteinanders führt die Schule als zertifizierte Lions-Quest-Schule in den Jahrgängen 5 bis 10 fest im Lehrplan verankerte Sozialtrainings zu den Themen „Erwachsen werden“ und „Erwachsen handeln“ nach Lions-Quest durch. Ferner tragen Kennenlernaktivitäten in den Jahrgängen 5 und 7 in Kooperation mit der „Cluster-Sozialagentur“ als fachlichem außerschulischen Unterstützer gerade in neu zusammengesetzten Klassen zu einer sozialen Lern- und Klassenatmosphäre bei. Regelmäßig wiederkehrende Projekte im Rahmen der Rezertifizierungen z. B. zur „Humanitären Schule“ (in Kooperation mit dem Deutschen Jugendrotkreuz) oder zur „Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage“ oder anlässlich der Brasilienspendenaktion vervollständigen das Bild. Die Ausbildung und Begleitung von Patinnen und Paten, die über zwei Schuljahre hinweg die Kinder des 5. und 6. Jahrgangs bei der Integration in die Schulgemeinschaft unterstützen, und deren Möglichkeit, in Kooperation mit dem Landkreis Schaumburg an einer Ausbildung zum Jugendleiter teilzunehmen, sind ebenfalls zentrale Bausteine sozialen Lernens und Handelns. Alle diese Maßnahmen zusammengenommen sollen aber auch bei der Ermittlung von Problemfeldern bei Kindern und Jugendlichen und bei der Erstellung eines externen, unterstützenden Netzwerkes aus Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wie z.B. dem Jugendamt, dem Kinderschutzbund, BASTA e.V. und anderen helfen.

Mobilität und Umwelt: Die Wahrnehmung der aktuellen Umwelt und der Gestaltung der zukünftigen Lebensbedingungen sind elementare Bausteine der Entwicklung zu einem selbstbestimmten und sozialverantwortlichen Leben. Aus diesem Grund gehören Umwelterziehung im Fachunterricht und in Projekten, die sich u.a. dem „Ökologischen Fußabdruck“, der Nachhaltigkeit, dem Klimaschutz und der Verkehrserziehung auf altersgemäßem Niveau widmen, sowie die Ausbildung zu Busscouts in Kooperation mit dem Schulträger und der Polizei zum regelmäßig wiederkehrenden schulischen Programm.

Medienerziehung: Hier zählt neben der Umsetzung des niedersächsischen Orientierungsrahmens zur Medienbildung, der die Nutzung schülereigener digitaler Endgeräte als zusätzliche verbindliche Lernmittel und die Vermittlung geeigneter technischer Fähigkeiten vorsieht, ausdrücklich auch der kritische Umgang mit digitalen Medien, insbesondere mit sozialen Netzwerken, zu den Schwerpunkten der Erziehung. Die Schule bietet Trainings in Form von Workshops für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 und 8 in Kooperation mit Smiley e.V. an. In begleitenden Elterninformationsveranstaltungen werden die Erziehungsberechtigten über die Maßnahmen der Schule und über die aktuellen Erkenntnisse auf diesem Gebiet informiert.

Vielfalt - Integration - Migration: Die Schule bemüht sich um Akzeptanz und Toleranz gegenüber allen Nationalitäten, Ethnien, Religionen, Kulturen und Diversitäten von Menschen. Dabei soll Verständnis für die Normalität von Unterschieden im kulturellen und familiären Hintergrund hergestellt werden. Diese Aufgabe übernimmt die gesamte Schulgemeinschaft. Dem Fachunterricht in Geschichte, Politik-Wirtschaft, Philosophie, Werte und Normen sowie Religion kommt hier jedoch eine Vorreiterrolle zu. Die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs befassen sich beispielsweise im Rahmen eines Projektes, das von „SchLAu e.V.“ durchgeführt wird, intensiv mit sexueller Vielfalt.

Inklusion: Akzeptanz und Toleranz gegenüber der Vielfalt von Persönlichkeiten zu erreichen, ist unser Ziel, das wir durch Maßnahmen zur individuellen Förderung, binnendifferenzierten - bei Bedarf auch zieldifferenten - Unterrichts, die Schulung von Schulleitungsmitgliedern sowie Kolleginnen und Kollegen und die selbstverständliche Kooperation mit Förderschulen, Förderschullehrkräften und Integrationshelfern sowie Einrichtungen der Erziehungshilfe zu erreichen versuchen.

4.4.5 Konzept zur Arbeitszufriedenheit

Das Ratsgymnasium verfolgt die Absicht, für alle am Schulalltag Beteiligten ein förderndes und angenehmes Arbeitsklima zu schaffen, insbesondere auch für die Lehrkräfte. Dazu wird Folgendes angestrebt:

 

  • Effektive und zielführende Kommunikation

  • Schulisches Gesundheitsmanagement (auch mit Hilfe außerschulischer Partner)

  • Berufseinstiegs-Management für neu eingestellte Lehreinnen und Lehrer

  • Entlastungen des Kollegiums durch möglichst optimierte Organisation seitens der Schulleitung und -verwaltung

  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Personalrat und Schulleitung

 

 

4.4.6 Fortbildungskonzept

 

Dem Anspruch einer systematischen Qualitätsentwicklung wird das Ratsgymnasium durch ein Fortbildungskonzept gerecht, das im Wesentlichen auf folgenden drei Säulen beruht:

  • Individuelle und / oder funktionsorientierte Fortbildungen

Zum einen gibt es individuelle funktionsorientierte Fortbildungen, die von einzelnen Lehrkräften wahrgenommen werden. Diese können fachlich ausgerichtet sein, der Funktion oder dem Amt der Kollegin bzw. des Kollegen (z.B. Fachkonferenzleitung, Beratungslehrkraft etc.) dienen oder von allgemeinem Interesse für die Schule sein (z.B. Lions Quest, Digitalisierung etc.). Für alle Fortbildungen und Qualifizierungen gilt der Grundsatz, dass der Kompetenzzuwachs der fortgebildeten Lehrkraft in die Schule zurückfließen muss, um sich letztlich in höherer Unterrichtsqualität niederzuschlagen. Das geschieht zum Beispiel in der Form, dass während einer Fachkonferenz oder Fachdienstbesprechung über die Inhalte der Fortbildung berichtet wird.

Wo immer es möglich ist, arbeiten die Fachgruppen in regionalen fachspezifischen Netzwerken mit den Nachbarschulen zusammen. Dabei treffen sich regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter der Fachgruppen verschiedener Schulen, um gemeinsam fachspezifisch an der Qualifizierung von Lehrkräften bzw. an Unterrichtsentwicklung zu arbeiten und sich wechselseitig über aktuelle fachdidaktische und fachmethodische Entwicklungen zu informieren.

 

  • Fortbildungen von Gruppen und Gremien

 

Diese Kategorie schulischer Fortbildungen wird von Fachgruppen, Gremien (z.B. Schulentwicklungsteam oder Schulvorstand) oder Projektgruppen wahrgenommen. Die Schwerpunktsetzungen ergeben sich aus dem Aufgabenbereich der schulischen Teilkonferenzen, Gruppen oder Gremien. Zur Umsetzung der Kerncurricula in schulinterne Lehrpläne sind z.B. von vielen Fachgruppen Fortbildungen wahrgenommen worden. Diese Arbeit wird kontinuierlich fortgeführt. Aber auch auf ganz anderen Feldern, beispielsweise in den Bereichen Abitur, Binnendifferenzierung, Digitalisierung, Projektmanagement usw. sind Fortbildungen und Qualifizierungen notwendig.

 

  • Schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf) des gesamten Kollegiums

 

Die dritte Säule der Fortbildungen betrifft die an den Entwicklungsschwerpunkten der Schule orientierten schulinternen Lehrerfortbildungen (SchiLf). In jährlichem Rhythmus bildet sich das gesamte Kollegium des Ratsgymnasiums in einem zentralen Bereich der Unterrichts- oder Organisationsentwicklung nach Abstimmung mit dem Schulelternrat ganztägig fort. Die letzten SchiLfs in den Schuljahren 2018/19 und 2019/20 befassten sich mit den Schwerpunkten Binnendifferenzierung / individualisiertes Lernen und der Digitalisierung.