Rumänienaustausch 2019

Donnerstag, 16.5.19: Voller Freude, Spannung und Ungewissheit erwarteten wir die Ankunft unserer rumänischen Austauschpartner am Festplatz in Stadthagen. Um ca. 14.30 Uhr war es dann soweit und wir standen unseren Austauschpartnern zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber, denn zuvor bestand der Kontakt nur über WhatsApp, Snapchat oder Instagram. Nach der Begrüßung durch uns wurden die Rumänen von unserem Bürgermeister Oliver Theiß begrüßt. Abends trafen sich alle Austauschpaare und Lehrer mit Pastor Zoske und grillten gemeinsam. Die Darstellung der gemeinsamen kulturellen Geschichte stand dabei im Vordergrund. In den nächsten Tagen stand uns ein aufregendes Programm bevor:

- Am Freitag, den 17.5.19: Hannover
- Am Samstag, den 18.5.19: Goslar
- Sonntag in den Gastfamilien
- Am Montag, den 20.5.19: Berlin

In Hannover besuchten wir den Landtag und unterhielten uns mit Abgeordneten. Anschließend gingen wir in den Escape Room, indem wir gemeinsam rätselten. In Goslar besuchten wir die historische Altstadt. Auch das Erzbergwerk Rammelsberg, welches zum Weltkulturerbe gehört, stand auf dem Programm. Am Sonntag, den 19.5.19, konnten wir uns vom Programm erholen. Jede Gastfamilie gestaltete ihren Tag selbst. Am darauffolgenden Tag (20.5.19) ging es schon früh los. Treffen: 4.45 Uhr auf dem Festplatz. Gegen ca. 10 Uhr erreichten wir Berlin. Auf dem Programm standen eine Sightseeing- und eine Shoppingtour. Durch die vorbereiteten Referate der deutschen Austauschpartner erfuhren wir mehr über die einzelnen Sehenswürdigkeiten. Wir besichtigten die Museumsinsel, die Gedenkstätte Berliner Mauer, das Brandenburger Tor, den Reichstag, das Sinti und Roma Denkmal und das sowjetische Ehrenmal.

Am Dienstag, den 21.5.19, nahmen die Rumänen am Schulunterricht teil. Da Faurecia in Rumänien auch zwei Standorte hat, besuchten wir die Firma am nächsten Tag in Stadthagen. Schneller als man dachte war es auch schon wieder soweit: Früh und total müde verabschiedeten wir am Donnerstag, den 23.5.19, unsere rumänischen Freunde, die mit einem Reisebus zum Dortmunder Flughafen gebracht wurden, um von dort wieder nach Hermannstadt zu fliegen. Kurz vor den Herbstferien fand unser Gegenbesuch in Rumänien statt. Am Mittwoch, den 25.9.19, landeten wir gegen 19.20 Uhr. Teils kaputt, aber auch ziemlich aufgeregt freuten wir uns auf unsere Austauschpartner und deren Familien. Am Flughafen erwarteten uns alle sehnsüchtig. Nach einem „In-die-Arme-fallen“ der deutschen und rumänischen Schüler ging es zu den Gastfamilien, damit wir uns ein bisschen von der Reise erholen und uns einrichten konnten. Durch den Rathausbesuch, ein Treffen mit der Vizepräsidentin des Kreistages und durch eine Online – Stadtrallye lernten wir Hermannstadt am nächsten Tag besser kennen. Am Freitag, den 27.9.19, besuchten wir das 140 km entfernte Bran und das dort stehende Schloss Bran, welches schon im 13. Jahrhundert entstanden ist. Die Burg wird Touristen als „Draculaschloss“ präsentiert, obwohl es dessen Beschreibung aus Bram Stockers Roman „Dracula“ nur ganz entfernt ähnelt. Wahrscheinlich hat der Fürst Vlad III. Drăculea das Schloss nie betreten. Besonders für die „Langgewachsenen“ war der Besuch sehr interessant, da jede Tür nur 1,60 m hoch war. Kopf stoßen stand auf der Tagesordnung.

Anschließend reisten wir nach Braşov. Eine Großstadt in Siebenbürgen.
Am Samstag besuchten wir das „Muzeal Civilizatiei Populare Traditionale „Astra“ de Sibiu“. Die Besichtigung war sehr interessant, da wir die traditionelle bäuerliche Kultur kennen lernten. Am Sonntag, den 29.9.19, verbrachten wir den ganzen Tag in den Gastfamilien. Am Montag haben wir uns das Salzbergwerk „Salina Turda“ angeschaut. Es handelt sich dabei um einen unterirdischen Vergnügungspark in einer ehemaligen Salzgrube. Etwas Vergleichbares hatten viele der deutschen Schüler noch nicht gesehen. Die Salzgrube war u.a. mit einer Bowlingbahn, Tischtennisplatten, Minigolfbahnen, einem Riesenrad und einem großen Salzsee, auf dem man Boot fahren konnte, ausgestattet.

Am nächsten Tag besuchten wir die „Castelul Corvinilor“ und Alba Iulia“. Am 2.10.19 ging der Flug zurück nach Deutschland. Nachdem sich alle (viele mit Tränen in den Augen) verabschiedet hatten, checkten wir ein. So ging unser Austausch zu Ende.

 

 

 

 

Fazit: Der Austausch war unvergesslich. Er war ein riesiger Erfolg. Das Programm war sehr abwechslungsreich. Wir haben alle das Land, die Sprache und die Kultur kennen gelernt und es sind viele Freundschaften entstanden, die hoffentlich noch über Jahre halten werden. Herzlichen Dank an die Organisatoren des Austausches.


Übrigens: Um unseren Klima-Fußabdruck durch den Flug zumindest etwas reduzieren zu können, planen wir als Abschluss der Austauschfahrt, dem örtlichem NABU sowohl eine finanzielle Spende als auch unsere Arbeitskraft bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz zukommen zu lassen.

Hannes Lange